Am Dienstag, den 15. Juli, durfte das Prälat-Stiefvater-Haus in Ehrenkirchen 20 Studierende des Studiengangs Soziale Arbeit im Gesundheitswesen der DHBW Villingen-Schwenningen begrüßen. Begleitet wurden sie von ihrer Studiengangsleiterin, Professorin Martina Wanner.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Austausch zu einem hochaktuellen und sensiblen Thema: dem strukturellen Gewaltschutz in der stationären Altenhilfe. Die Studierenden erhielten dabei praxisnahe Einblicke in die Schutzkonzepte und Handlungsansätze der Sozialen Arbeit innerhalb solcher Prozesse.
Maria Ludwigs, Präventionsfachkraft im Prälat-Stiefvater-Haus, eröffnete die Veranstaltung mit einer kompakten Einführung in die Grundlagen des Gewaltschutzes in der stationären Pflege. Sie erläuterte besondere Herausforderungen, die bei der Entwicklung und Implementierung von Schutzprozessen berücksichtigt werden müssen.
Die anschließende Diskussion war geprägt von großem Engagement und fachlicher Tiefe. Gemeinsam wurden zentrale Aspekte wie Risikoanalysen, effektives Beschwerdemanagement und die Beteiligung von Bewohner*innen beleuchtet. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Frage: Welche Rolle spielt der Sozialdienst - und damit die Soziale Arbeit - beim Schutz vor Gewalt?
Der Besuch bot eine wertvolle Gelegenheit zum Dialog zwischen Theorie und Praxis. Er unterstrich eindrucksvoll, wie essenziell die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Pflegekräften und Sozialarbeitenden ist, um wirksame Schutzstrukturen zu schaffen und aufrechtzuerhalten.
Ein gelungener Tag, der verdeutlichte: Nur gemeinsam können wir einen wirksamen Beitrag zum Schutz von älteren Menschen in Pflegeeinrichtungen leisten.