Mit ihrem weichen Fell, den realistischen Bewegungen und den sanften Reaktionen vermittelt sie Momente der Freude, Zuwendung und Geborgenheit - besonders bei Menschen mit Demenzerkrankungen.
Der Heimbeirat hatte bereits seit Längerem über die Anschaffung eines interaktiven Haustiers - ursprünglich einer Robbe - nachgedacht, die finanzielle Umsetzung war jedoch bislang nicht möglich. Umso größer ist die Freude über das Engagement der Vorsitzenden des Heimbeirats, Susanne Frei-Wandel, die die Katze anlässlich des Abschieds ihrer Mutter als Geschenk ins Heim brachte.
Positive Reaktionen bei Bewohnerinnen und Bewohnern
Die Katze reagiert auf Berührungen und Ansprache, bewegt Kopf und Schwanz, miaut und schnurrt. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner fühlt sich die Begegnung vertraut an, weckt Erinnerungen und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit. "Manche Bewohnerinnen und Bewohner, die sonst kaum reagieren, beginnen plötzlich zu lächeln oder sprechen mit der Katze", berichtet Frei-Wandel. "Diese Momente schaffen Verbundenheit und wirken sich spürbar positiv auf die Stimmung aus."
Nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner hatten bisher Gelegenheit, die Katze kennenzulernen. Dort, wo sie bereits eingesetzt wurde, ist jedoch eine Veränderung spürbar: mehr Aufmerksamkeit, mehr Ruhe und größere emotionale Offenheit.
Erinnerungen und Wohlbefinden
"Ich hatte früher selbst eine Katze", erzählt eine Bewohnerin. "Da kommen viele Erinnerungen zurück - das tut gut." Das leise Schnurren und die ruhigen Bewegungen vermitteln ein Gefühl von Vertrautheit - ein kleines Stück Zuhause im Pflegealltag. Der Einsatz solcher tierähnlichen Begleiter gehört zu einem wachsenden Trend in Pflegeeinrichtungen, moderne Technik gezielt für mehr Lebensqualität zu nutzen. "Es geht nicht um Ersatz, sondern um Unterstützung", betont Frei-Wandel.
Zukunftspläne
Aufgrund der positiven Erfahrungen hat sich der Heimbeirat entschieden, zwei weitere interaktive Tiere anzuschaffen. Ziel ist es, auf allen fünf Wohngruppen mindestens ein Tier verfügbar zu haben, sodass möglichst viele Bewohnerinnen und Bewohner von diesen wertvollen Begegnungen profitieren können.
Autorin: Susanne Frei-Wandel, Vorsitzende Heimbeirat Caritas Seniorenzentrum Kirchzarten